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Wochenimpuls für Sonntag, 11. Februar 2024

Wangari Maathai kam am 1. April 1940 in einer Familie südlich von Nairobi, der Hauptstadt Kenias, zur Welt. Ihr Vater hatte vier Frauen und zehn Kinder.
Missionsschwestern erkannten früh die Begabung von Wangari und ermöglichten ihr eine solide Schulbildung. Ein Stipendium ließ sie Biologie studieren in den USA, in Gießen und München. 1971 erreichte sie als erste Frau einen Doktorgrad in Nairobi und wurde die erste Professorin für Veterinäre Anatomie.
Kenia hat rund 48 Millionen Einwohner und ist seit 1963 unabhängig von Großbritannien. Das Land litt unter Abholzung und Erosion. 1977 gründete Wangari Maathai ein Aufforstungsprojekt (Green Belt Movement), rief rund 600 Baumschulen in insgesamt 13 afrikanischen Staaten ins Leben mit dem Ergebnis von mehr als 45 Millionen neuen Bäumen. „Bis man nicht ein Loch gegraben, einen Baum gepflanzt, ihn gewässert und wachsen lassen hat, hat man nichts geleistet – man redet nur.“ „Mama Miti“, Mutter der Bäume wird Maathai genannt.

Ebenso kümmerte sie sich um die Frauen des Landes. Sie war in Kenias Nationalem Frauenrat aktiv, den sie 1981-87 als Präsidentin leitete. Ihr Engagement für Umweltschutz und Frauenrechte brachten ihr Gefängnis und Misshandlung ein. Amnesty International hat ihr wohl mehrfach das Leben gerettet.
Maathai ließ sich ins Parlament wählen und Präsident Kibaki machte sie zur stellvertretenden Ministerin für Umweltschutz. Sie setzte sich für Klimagerechtigkeit ein. 2004 erhielt sie den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für „nachhaltige Entwicklung, Frieden und Demokratie“, und weiter: „Sie hat einen gesamtheitlichen Zugang zur nachhaltigen Entwicklung gewählt, der Demokratie, Menschenrechte und insbesondere Frauenrechte umfasst.“ Damit ging der Friedensnobelpreis erstmals an eine Afrikanerin.

Wangari Maathai war verheiratet und hatte drei Kinder. Aber ihr Mann verließ sie mit den Begründung, sie sei „zu gebildet, zu stark, zu erfolgreich, zu eigensinnig und zu schwer zu kontrollieren“. Nach der Scheidung hatte sie zu wenig Geld für sich und die Kinder. Außerdem verlangte ihr Beruf, ständig durch Afrika zu reisen. So entschloss sie sich schweren Herzens, die Kinder bei dem Vater leben zu lassen. Besucht hat sie sie regelmäßig.

„Wir können uns (nur) selbst lieben, indem wir die Erde lieben.“
Wangari Maathai starb am 25. September 2011 an den Folgen einer Krebserkrankung.

Winfried Roesner

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Februar, 2024