Die katholischen Kirchengemeinden in Filderstadt begleiten Menschen auf ihrem Lebens- und Glaubensweg und bei wichtigen Ereignissen. Dabei spielen die Sakramente eine wichtige Rolle, denn Rituale und Zeichen sind für Menschen zu allen Zeiten wichtig gewesen. Sie machen sichtbar, was man eigentlich nicht sehen kann: So stehen beispielsweise die Ringe bei der Trauung für Liebe und Treue. Die Sakramente der Kirche sind in gleicher Weise Zeichen und Versprechen für Gottes Wirken an den Eckpunkten unseres Lebens: am Lebensbeginn bei der Taufe, der Kommunion, der Firmung, bei der Hochzeit, wenn Versöhnung gewünscht wird, in schwerer Krankheit und wenn am Lebensende Abschied genommen werden muss.

Taufe

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Die Taufe ist das grundlegende Sakrament, das seinen Ursprung im Taufauftrag Jesu hat und seit den ersten Tagen der christlichen Gemeinschaften praktiziert wird.
Das dreimalige Übergießen mit dem Wasser im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, die Salbung mit dem geweihten Öl und das Entzünden der Taufkerze sind ausdrucksstarke Symbole und bilden den Kern der Tauffeier.
Das Wasser steht für neues Leben, die Salbung bringt zum Ausdruck, dass jeder Mensch wertvoll ist und wir alle von Gott dieselbe unverletzliche Würde geschenkt bekommen haben. Die Taufkerze, an der Osterkerze entzündet, will zum Ausdruck bringen, dass Jesus mit seinem Licht in das Leben der neu Getauften hineinscheint.
Wir freuen uns, dass Sie sich über die Taufe, die feierliche Aufnahme in die Gemeinschaft der Christen und in die Kirche, informieren wollen.
Wollen Sie Ihr Kind taufen lassen oder als Erwachsene/r selbst getauft werden, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem jeweiligen Pfarrbüro unserer Gemeinden auf. Dort erfahren Sie die Tauftermine unserer Gesamtkirchengemeinde.
Bei der Taufe von Erwachsenen wird zusammen mit der Taufe das Sakrament der Firmung gespendet. Erwachsenentaufen finden entweder in einem der sonntäglichen Gemeindegottesdienste oder in einer eigenen Feier statt.
Für die Anmeldung im Pfarrbüro benötigen wir die Geburtsurkunde sowie Namen und Anschrift der Pat*innen sowie Ihr Stammbuch (sofern Sie die Taufe eintragen lassen möchten).

Eucharistie

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„Eucharistie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Danksagung“.
Sich als Christen zu versammeln, über den Glauben und die Bibeltexte auszutauschen sowie Brot und andere Speisen miteinander zu teilen, gehört grundlegend zum Christsein dazu. So kamen die ersten Christen am Samstagabend oder Sonntag in ihren Häusern zusammen und feierten „Agape“. Daraus entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte der Ablauf einer Eucharistiefeier.
Heute gibt es zahlreiche Gottesdienstformen, die wir auch in unseren Gemeinden praktizieren, wie z.B. Eucharistie-, und Wortgottesfeiern, Andachten zu verschiedenen Anlässen und digitale Gottesdienste, die über die Homepage abrufbar sind.
Für die Vorbereitung und Durchführung der Gottesdienste gibt es neben den Pastoralen Mitarbeiter/innen unterschiedliche Teams, wie die Wortgottesfeierleiter/innen, Familien-, Kinder-, Firm-, Erstkommunion- oder Jugendgottesdienst-Teams.
Die musikalische Begleitung der Gottesdienste findet durch Orgel, Jugend- und Familienband sowie unterschiedliche Sängerinnen und Sänger im Chor oder der Schola statt.
Ansprechende, vielfältige Gottesdienste zu feiern ist uns als Gemeinden ein Grundanliegen.
Die aktuellen Termine finden Sie auf der Homepage unter Gottesdienste und Veranstaltungen.

Eine Vorbereitung auf die Begegnung von Jesus im Brot des Lebens findet durch die Kommunionvorbereitung statt.
In der Regel kommen Kinder in der 3. Klasse zur Erstkommunion. Im Herbst jeden Jahres werden die Familien über die aktuelle Kommunionvorbereitung informiert.
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Firmung

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Die Firmung bekräftigt und vollendet, was in der Taufe begonnen hat. Die Firmanden geben in der Firmung ihr persönliches „Ja“ zur Taufe und bekräftigen nun selbst ihren Glauben an Gott. Durch den Heiligen Geist und seine Gaben werden die Firmanden für ihren weiteren Lebens- und Glaubensweg gestärkt. Äußeres Zeichen dafür ist die Handauflegung und die Salbung mit Chrisam.

Als „Sakrament der Mündigkeit“ kann die Firmung etwa ab dem 15. Lebensjahr empfangen werden. Auch Erwachsene, die noch nicht gefirmt wurden, können jederzeit (nach einer gewissen Vorbereitung) das Sakrament der Firmung empfangen.

Die Firmvorbereitung von Jugendlichen steht hier in Filderstadt unter dem Titel „Glauben versuchen“. Der persönliche Glaube ist nichts, was ein Leben lang gleich bleibt. Vielmehr entwickelt und verändert sich der Glaube mit uns mit. Immer wieder müssen wir in unserem Leben neu danach suchen. Und weil es immer mehr als eine Antwort gibt, muss man manches auch einfach ver-suchen. Welche Art zu beten oder Gottesdienst zu feiern passt zu mir? Wie kann ich in Beziehung zu Gott oder dem Heiligen Geist leben? Wer ist Jesus Christus für mich? Was bedeutet es für mich, dass ich gefirmt bin? Wie bringe ich die schweren Dinge im Leben mit meinem Glauben in Verbindung? [mehr anzeigen]

Trauung

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In der Katholischen Kirche ist die Ehe – wie in den Orthodoxen Kirchen – ein Sakrament. Mit der kirchlichen Trauung sagen zwei Menschen «ja» zueinander und stellen ihre Liebe unter den Segen Gottes. Das Sakrament spenden sich die Ehepartner.
Sie erklären mit dem Jawort, dass sie von diesem Moment an füreinander in gegenseitiger Liebe und Treue sowie in gegenseitigem Respekt aus freier Entscheidung da sein wollen.
Wir freuen uns, dass Sie sich für eine kirchliche Eheschließung entschieden haben. In der kirchlichen Trauung bestätigen Sie Ihre Entscheidung für eine Lebenspartnerschaft vor Gott und beginnen so einen gemeinsamen Weg unter Gottes Segen und Schutz.
Wenn Sie in einer unserer Kirchen heiraten wollen und/oder von unserem Pfarrer getraut werden möchten, wenden Sie sich bitte frühzeitig an unser Pfarrbüro (Kontakt) – bitte noch bevor Sie ein Lokal buchen und Einladungen verschicken. Zur Ehevorbereitung wird es ein bis zwei Gespräche mit einem Seelsorger unserer Gemeinden geben. Wenn Sie auf dem Gebiet unserer Gesamtkirchengemeinde wohnen und auswärts kirchlich heiraten wollen, wird das erforderliche Ehevorbereitungsprotokoll in der Regel hier erstellt. Auch in diesem Fall wenden Sie sich bitte an eines unserer Pfarrbüros.
Jeder katholisch getaufte Ehepartner benötigt einen aktuellen Auszug aus dem Taufregister. Diese Taufbescheinigung erhalten Sie von Ihrem Taufpfarramt. Die Bescheinigung darf nicht älter als ein halbes Jahr sein (Stichtag: Tag der Trauung).

Hauskommunion

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Gerade ältere oder kranke Menschen in unseren Gemeinden, die nicht mehr die Möglichkeit haben, die Gottesdienste in unseren Kirchen zu besuchen, können zu Hause die Heilige Kommunion empfangen.
Wenn Sie krank oder gebrechlich sind und sich über den Besuch eines*einer Seelsorger*in freuen würden, dann melden Sie sich bitte in unserem Pfarrbüro (Kontakt). Gerne vereinbaren wir einen Besuchstermin. Selbstverständlich ist in diesem Zuge auch der Empfang der Kommunion zuhause möglich. Geben Sie dazu einfach einen Hinweis.

Versöhnung / Beichte

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In den Evangelien gibt es viele Berichte über Begegnungen von Menschen, die mit Jesus über ihre Lebenssituationen ins Gespräch kommen: Die Frau am Jakobsbrunnen (Joh 4, 1- 26), die Begegnung mit dem Zöllner Zachäus (Lk 19, 1-1-10), die Begegnung mit der Ehebrecherin (Joh 7, 53 – 8,11) und viele andere mehr.
Die Lebenssituation aussprechen und Vergebung erfahren – die Beichte bietet die Gelegenheit dazu in einem seelsorgerlichen und vertraulichen Gespräch.
Wenn Sie gerne beichten möchten, melden Sie sich bitte bei unserem Pfarrer Thomas Vogel. Bußgottesdienste finden sowohl in der Advents- als auch in der österlichen Bußzeit statt.

Krankheit

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Jesus selbst hat die heilende und stärkende Nähe Gottes besonders in seiner Hinwendung zu den Kranken gezeigt. Schon die allerersten christlichen Gemeinden haben dies im Zeichen der Salbung der Kranken weitergeführt. Im Jakobusbrief heißt es: «Ist einer unter euch krank, dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben.» (Jak 5, 14)
Das Sakrament der Krankensalbung bringt die Zuwendung Gottes zum Ausdruck, der den Menschen Stärkung, Heilung und Heil verheißen hat. Auch hierfür ist das Pfarrbüro die erste Anlaufstelle.
Gerne können Sie sich auch melden, wenn Sie eines der Angebote für jemanden aus Ihrem Familienkreis wünschen.

Sterben und Tod

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Von Anfang an gehörte es zu den Grundaufgaben von Kirche und Gemeinde, Sterbende auf ihrem Weg zu begleiten. Eine Stärkung auf diesem schweren Weg kann der Empfang des Sterbesegens oder die Krankensalbung sein. Bitte scheuen Sie sich nicht, die Seelsorger/innen unseres Pastoralteams um diesen Dienst zu bitten.

Nach dem Tod eines Angehörigen wenden Sie sich möglichst zunächst an ein Bestattungsinstitut Ihrer Wahl. Dieses wird mit Ihnen den Termin für die Bestattung besprechen und anschließend den Kontakt zum zuständigen Seelsorger aufnehmen. Der Seelsorger wiederum wird sich umgehend bei Ihnen melden, um einen Termin für ein Trauergespräch zu vereinbaren. Sprechen Sie bitte an, wenn Sie im Blick auf die zunehmende Vielfalt unterschiedlicher Bestattungsformen unsicher sind oder Ihr Wunsch als Familie anders ist als der Willen des Verstorbenen.

Gerne begleiten wir Sie auch nach der Trauerfeier auf Ihrem Weg. Wenn Sie dies wünschen, wenden Sie sich einfach an eine/n unserer Seelsorger/innen.

Wiederaufnahme in die Katholische Kirche

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Sie gehören oder gehörten einer anderen christlichen Kirche an und wollen nun Mitglied der katholischen Kirche werden?
Sobald Sie in einer christlichen Kirche, die der ACK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen) angehört, gültig getauft wurden, wird diese Taufe von der katholischen Kirche selbstverständlich anerkannt. Eine Wiedertaufe gibt es nicht!
Wohl aber gibt es eine Vorbereitung für die Aufnahme in die katholische Kirche. Die eigentliche Aufnahme geschieht dann im Rahmen eines Gemeindegottesdienstes oder einer anderen gottesdienstlichen Feier.

Bitte wenden Sie sich einfach mit Ihrem Wunsch an die Seelsorger/innen unserer Gemeinden oder an das zuständige Pfarrbüro.

Sie waren Mitglied der katholischen Kirche, sind aber aus der Kirche ausgetreten und wollen nun diesen Schritt rückgängig machen?
Anders als beim Austritt aus der Kirche, der beim zuständigen staatlichen Standesamt erfolgt, ist für einen Wiedereintritt die Kirchengemeinde zuständig, in der Sie wohnen. Auch hier gilt: Die Taufe, die Sie empfangen haben, bleibt auch über den Austritt aus der Kirche hinaus weiterhin gültig.
Voraussetzung für die Wiederaufnahme ist ein Gespräch mit einem der zuständigen Seelsorger/innen unserer Gemeinden und eine Vorbereitungszeit. Die Wiederaufnahme geschieht im Rahmen eines Gemeindegottesdienstes oder einer anderen gottesdienstlichen Feier.
Für erste Informationen empfehlen wir Ihnen die Seite: www.katholisch-werden.de
Bitte wenden Sie sich an die Seelsorger/innen unserer Gemeinden oder an das zuständige Pfarrbüro.

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